Die Qajaren-Dynastie: Moderne Ideen und verlorene Land

 

Die Qajaren waren ein turkmenischer Stamm, der Führer war Agha Mohammad Khan. Nach dem Tod von Karim Khan Zand im Jahr 1779 begann Agha Mohammad Khan seine Bemühungen zur Wiedervereinigung aller Provinzen des Iran, die unabhängig voneinander unter der Herrschaft der lokalen Statthalter agierten.

Agha Mohammad Khan besiegte alle seine Rivalen, errichtete die Qajaren-Dynastie im Jahre 1795 und machte Teheran zur Hauptstadt seines Reiches.

Der Qajaren-Periode war der Beginn des ausländischen Einflusses in die inneren Angelegenheiten des Landes. Ausländische Regierungen, insbesondere Russland, Großbritannien und Frankreich wetteiferten übermäßig um den Iran. Als Ergebnis der verschiedenen Verträge und Abkommen, wie z.B. Golestan und Turkmanchai, verlor Iran mehrere Provinzen und gewährte den Ausländer so viele Privilegien.

Einer der wichtigsten Wendepunkte in der Geschichte des Iran war die konstitutionelle Revolution, die sich im Jahre 1906 ereignete und in der Zeit des herrschenden Schahs Mozaffar a-Din von den Geistlichen und den Kaufleuten angeführt wurde. Als Ergebnis wurde das erste Majlis (Parlament) des Iran gegründet, so dass die Volksvertreter die Politik und die Aktivitäten der Regierung beobachten und überwachen konnten. Mit Hilfe Russlands annullierte der nächste Thronfolger Mohammad Ali Schah das Parlament, aber trotz der vielen Hindernisse und wegen weit verbreiteter Aufstände eröffneten es die Menschen wieder und setzten die Verfassung fort.

Der bekannteste und erfolgreichste der Qajaren-Könige war Schah Naser a-Din. Er und sein Berater Mirza Taghi Khan Amir Kabir, der ihm half den Thron zu besteigen, begannen eine vielseitige Reform, um die katastrophale Situation des Landes zu ändern.  Das wichtigste Werk von Amir Kabir war die Gründung der ersten modernen Universität des Iran, Dar al-Fonoon, mit iranischen, französischen und russischen Dozenten, um den iranischen Studenten die modernen Techniken und Kenntnisse der Zeit zu vermitteln.