Neurergus Kaiseri (Salamander)

Neurergus Kaiseri (Salamander)

Jeder kennt den Tiger, den Panda, den Blauwal, aber was ist mit den anderen fünf bis dreißig Millionen Arten, die geschätzt unsere Erde beJeder kennt den Tiger, den Panda, den Blauwal, aber was ist mit den anderen fünf bis dreißig Millionen Arten, die geschätzt unsere Erde bewohnen? Viele dieser herrlichen, beeindruckenden und seltenen Arten haben nur wenig Aufmerksamkeit in den Medien, den Naturschutzgruppen und der Öffentlichkeit bekommen. Diese Serie ist ein Versuch, diesen „vergessenen Arten“ eine wohlverdiente Aufmerksamkeit zu geben.

Der Salamander war ein Fabelwesen, bevor es ein echtes Wesen war: das Wort Salamander bedeutet eine legendäre Eidechse, die sowohl im Feuer überleben und das Feuer löschen konnte. Die alten Griechen, einschließlich Aristoteles, schienen bereitwillig an diese Kreatur zu glauben.

Niemand weiß, wie der Begriff Salamander von einem mythischen Feuer behausenden Monster auf die kleinen amphibischen Tiere übertragen wurde und bis heute gilt. Vielleicht veranlasste der Anblick von Salamandern wie dem Zagros-Molch (anthrazit-schwarz und flammend-orange) Menschen im 17. Jahrhundert, den Namen des Mythos an diese Lebewesen zu verleihen. Heimisch in einer kleinen Flussregion der Zagros-Berge des Iran, verblüfft der Zagros-Molch (Neurergus kaiseri) jeden, der mit ihm arbeitet.

Neurergus kaiseri ist die kleinste der Neurergus-Arten, mit einer ausgewachsenen Länge von 10-14 cm. Sparreboom u.a. (1999) beschreiben die Färbung dieser Sorte als „einzigartig und kontrastreich, mit einem Mosaik aus schwarzen und weißen Flecken und orange-rotem Rückenstreifen, Beinen und Bauch.“

Die Geschlechter können durch die Anatomie der Kloake unterschieden werden, wobei das Männchen eine vergrößerte, abgerundete Kloakenregion und das Weibchen eine Vulkan-förmige Kloake hat. Diese Unterschiede sind jedoch nur während der Fortpflanzungszeit deutlich sichtbar. Außerhalb der Fortpflanzungszeit kann es unmöglich sein, zwischen den Geschlechtern zu unterscheiden.

Die Morphologie des Schädels und der Wirbelsäule zeigen deutliche Unterschiede zwischen N. kaiseri und N. strauchii, aber die größere Ähnlichkeit zwischen N. kaiseri und Triturus alpestris. Die evolutionäre Analyse auf der Grundlage von DNA verrät, dass die 4 Neurergus-Arten monophyletisch sind (eine einzelne Abstammungslinie), und ihre nächsten Verwandten sind die Triturus und Euproctus.

Verbreitungsgebiet und Lebensraum

1. kaiseri sind heimisch in der Provinz Lurestan im Iran, auf einer Höhe von 750-1200 m. Im Gegensatz zu den anderen Neurergus, die die kalten Gebirgsbäche bewohnen und in kalten Klimazonen leben, kommt N. kaiseri aus einem warmen und trockenen Klima. Sie vermehren sich im Winter inmitten von Regenzeiten, auf die lange Perioden von heißem und trockenem Wetter folgen, in denen die Tiere Sommerschlaf halten. Auf der Grundlage von Schätzungen ist Wasser in ihrem Lebensraum für 3 Monate im Jahr oder weniger verfügbar. Zusätzlich zu den Flüssen benutzt N. kaiseri – im Gegensatz zu den anderen Neurergus – Frühlingstümpel und Teiche. Ihr wilder Lebensraum wurde aber noch nicht gut untersucht.

Verhalten und Geschichte in Gefangenschaft

1. kaiseri haben den Ruf, eine scheue und schüchterne Art zu sein. Ihre Bewegung an Land ist mehr ähnlich der von Eidechsen als der von Salamandern. Wenn die Tiere aquatisch sind, verlieren sie jedoch oft ihr Fluchtverhalten und können sogar um Nahrung betteln. Im Allgemeinen sind die in der Wildnis gefangenen erwachsenen Tiere zurückhaltender als ihre in Gefangenschaft gezüchtete Gegenstücke. Sie vermeiden normalerweise Licht und sind in der Nacht aktiv und bei wenig Licht. Die Molche verbringen den ganzen Tag in tiefen Verstecken und suchen auf Freiflächen und oberen Verstecken in der Nacht nach Nahrung. Sie haben eine Neigung, hoch zu schlafen und sind sehr aktiv, nicht lange nachdem die Lichter ausgeschaltet sind. Der Wassernapf wird häufig verwendet und die Tiere werden oft beim kurzen Trinken beobachtet. Sie sind außergewöhnlich gesellig zueinander und werden oft dabei gesehen, wenn sie unter einem einzigen Versteck zusammengedrängt sind. Vor kurzem (2005-2008) gab es illegale Exporte von N. kaiseri aus der Wildnis in den Tierhandel.  Angesichts des gefährdeten Status der Art hat diese Verteilung der wildgefangenen Tiere wahrscheinlich ernsthafte Auswirkungen auf die Wildpopulationen. Eine grosse Anzahl dieser wildgefangenen Tiere ist an Krankheiten innerhalb kurzer Zeit nach dem Kauf gestorben.

Aktueller Zustand

Ab 2005 hat die Rote Liste des IUCN N. kaiseri als stark bedroht aufgeführt. Die Globale Amphibien-Bewertung verweist auf die folgenden Belege: „Das Ausmaß des Vorkommens liegt bei weniger als 100 km2, die Fläche der Belegung ist weniger als 10 km2, seine Populationen sind stark fragmentiert, und es gibt einen kontinuierlichen Rückgang des Umfangs und der Qualität ihrer Lebensräume sowie einen Rückgang der Zahl der geschlechtsreifen Individuen aufgrund der zu zahlreichen Fänge für den illegalen Haustierhandel“.

Es wird davon ausgegangen, dass weniger als 1000 erwachsene Tiere in der Natur existieren. Nach der Roten Liste ist die Population um 80 Prozent in weniger als einem Jahrzehnt aufgrund des Einsammelns für den Tierhandel gesunken. Im Licht des gefährdeten Status dieser Tiere ist es sehr wichtig, dass die Tiere nun in Gefangenschaft vermehrt werden und dass Hobbyfreunde vermeiden, wildgefangene Tiere zu kaufen. Diese Haltungsanleitung wird hoffentlich dazu beitragen, gefangene Zuchtgruppen zu stabilisieren.  Wir fordern alle Züchter auf, an Zuchtbüchern teilzunehmen und sich mit anderen Züchtern auszutauschen.  Der Zagros-Molch ist ein Kandidat für die CITES-Listung. Es gibt auch einen Zuchtplan für die Zagros-Molche im Sedgwick County Zoo. Der Iran plant den Start eines eigenen Zuchtprogramms.

Referenzen:

Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Neurergus_kaiseri

Mongabay: http://news.mongabay.com/2010/0208-hance_luristannewt.html

Caudata:     http://www.caudata.org/cc/species/Neurergus/N_kaiseri.shtml

 

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